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Die Gründerväter der Siemens AG

 

Werner Siemens wird 1816 in Lenthe bei Hannover geboren. Da es seiner Familie aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist, ihm ein Universitätsstudium zu finanzieren tritt er 1935 in die preußische Armee ein. Er verfolgt eine Offizierslaufbahn und absolviert eine 3-jährige Ausbildung in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Ballistik.

 

Werner Siemens nennt sich ab 1888 Werner von Siemens, da er in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Erfindungen und den damit verbundenen Verdiensten für die Gesellschaft, von Kaiser Friedrich III. im Jahr 1888 in den Adelsstand erhoben wird. Werner von Siemens versteht sich in erster Linie als Erfinder und ist der Meinung, dass sich seine Produkte vor allem durch Qualität auszeichnen und den Nutzern den Alltag erleichtern. Schon 1842 meldet Werner von Siemens ein erstes Patent für sein Verfahren der galvanoplastischen Vergoldung und Versilberung an. 1847 entwickelt und patentiert er den Zeigertelegrafen und gründet am 12. Oktober 1847 mit Johann Georg Halske die Telegrafen-Bauanstalt von Siemens & Halske.

 

Johann Georg Halske wird am 30. Juli 1814 in Hamburg geboren. Der Feinmechaniker widmet sich der Konstruktion und Formgestaltung elektrotechnischer Geräte, so auch der des Zeigertelegrafen. Halske betreibt bereits 1844 mit seinem Partner F.M. Böttcher eine eigene Werkstatt in Berlin. Aufgrund unüberwindbarer Meinungsverschiedenheiten mit den Siemens-Brüdern zieht er sich zwar 1867 aus der Firma zurück. Dennoch bleibt er mit Werner von Siemens befreundet und engagiert sich weiterhin in der Firma, zum Beispiel unterstützt er die 1872 gegründete Siemens-Pensionskasse mit finanziellen Mitteln.

 

1890 übernehmen der Bruder Carl von Siemens und die Söhne Arnold und Wilhelm die Firmenleitung. Carl von Siemens wird 1829 als jüngerer Bruder von Werner von Siemens geboren und unterstützt seinen Bruder vorwiegend bei seinen Geschäften in Russland. Er reist 1853 nach St. Petersburg, um den Bau des russischen Telegrafennetzes zu überwachen. Ab 1869 unterstützt er 10 Jahre lang seinen Bruder Sir William bei seinen Geschäften in England. Er gilt als entscheidungsfreudiger und kompetenter Unternehmer. Als Seniorchef der Firma Siemens & Halske wandelt er das Unternehmen 1897 in eine Aktiengesellschaft um. Für seine Verdienste in Russland wird er 1895 von Zar Nikolaus in den Adelsstand erhoben.

 

Nach dem Tod der Brüder Arnold und Wilhelm übernimmt der dritte und jüngste Sohn des Firmengründers, Werner von Siemens, Carl Friedrich von Siemens 1919 die Geschäftsführung der Siemens AG. Er führt das Unternehmen während der Weimarer Republik und unter schwierigen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen des Nationalsozialismus. Er möchte gerade in dieser Zeit die Einheit des Unternehmens wahren und das Bild, ein Universalunternehmen der Elektrotechnik zu sein, festigen.

Durch Carl Friedrich von Siemens zählt die Siemens AG trotz der Kriegsverluste des ersten Weltkriegs weiterhin zu den weltweit führenden Elektrokonzernen.